Was mache ich in solchen Momenten? Ich lege meine liebsten schwungvollen Lieder auf und tanze. Ich angle stundenlang und werfe die Fische dann den Katzen zu. Ich bemale alles, was ich zu Hause finden kann. Ich schaue YouTube-Videos, in denen arme Straßentiere gerettet werden. Geht es mir noch schlechter, schaue ich lustige koreanische Serien, bis ich sie nicht mehr sehen kann. Ich versetze mich selbst ins Zuckerkoma. Bin ich aber ganz unten angekommen, will ich nur noch unter die Bettdecke kriechen und nicht mehr hervorkommen. Welche davon ist Ihre Reaktion auf schlechte Laune, Stress und Depression?
Wenn mich zum Beispiel etwas sehr traurig macht, zerbreche ich alles, was ich in die Hand nehme. Es rutscht mir einfach aus den Fingern. Der Boden scheint mir unter den Füßen wegzugleiten. Ich knicke ständig mit dem Fuß um. Meine Augen verschleiern sich, und ich will niemanden sehen.
Was raten Wissenschaftler in solchen Fällen? Sind Sie neugierig, was die Menschen so tun?
Manche laufen angeblich splitternackt durch die Wohnung und betrachten das als Reinigung und Entspannung. Im Haus gegenüber hatten wir einen Onkel, der genau das tat. Bitte, falls Sie es ausprobieren wollen: Ziehen Sie die Vorhänge zu. Und treten Sie so nicht auf den Balkon hinaus. Für die, die es sehen, ist es wirklich kein schöner Anblick.
Es gibt Leute, die sich Masken aufsetzen und ihre Nachbarn erschrecken, oder die lustige Streiche spielen. Ich habe von Menschen gehört, die wegen Versteckte-Kamera-Streichen einen Herzinfarkt erlitten und starben. Auch das fand ich nicht gerade segensreich.
Manche belügen sich selbst und erschaffen sich eine Fantasiewelt. Am Ende kann man sich in dieser Fantasiewelt allerdings auch verlieren.
Lustige Songtexte schreiben, heißt es auch. Man kann wohl sagen, dass Sänger, die seltsame Texte schreiben, ihre depressiven Phasen gut nutzen. Wenn sie uns diese Lieder nur nicht vorspielen und mit unserer Psyche spielen würden.
Es heißt auch, einen riesigen Teddybären zu umarmen tue dem Menschen sehr gut. Das könnte wirklich helfen — ich werde es ausprobieren.
Ein paar davon haben mir wirklich gefallen.
Zum Beispiel: jede Menge Luftballons kaufen, darauf schreiben, was einen unglücklich macht, und sie dann zerplatzen lassen. Mit jedem Knall geht es einem besser — als hätte man seinen Kummer zerplatzen lassen und geschrumpft.
Ins Wasser gehen und dem Wasser seinen Kummer erzählen. Man sagt, das Wasser nehme alles Schlechte mit, und ich glaube daran. Es hat wirklich eine sehr positive Wirkung.
Einen der Anti-Stress-Räume aufsuchen, die es vielerorts auf der Welt gibt, und dort alles kurz und klein schlagen. Das würde ich zu gern ausprobieren. In der Türkei habe ich aber nichts Vergleichbares gefunden. Und um die Sachen zu Hause wäre es doch schade.
An dieser Stelle möchte ich ein Beispiel von mir selbst anfügen: Wenn Sie einen Masseur mit positiver Energie kennen, kann eine gute Anti-Stress-Massage Leben retten. Die Hände und Stimmen mancher Menschen sind wahrhaft heilsam. Von hier aus noch einmal ein Dankeschön an meine liebe Emoş.
Wenn Sie Vorschläge haben, schreiben Sie mir gern..
Bleiben Sie mit Liebe und Freude.
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