BANGKOK, 8. Oktober 2026 (WAM) -- Die Vereinigten Arabischen Emirate und das Königreich Thailand haben die Verhandlungen über ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (CEPA) erfolgreich abgeschlossen. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein in den bilateralen Beziehungen und ebnet den Weg für eine neue Phase der Handels- und Investitionszusammenarbeit zwischen zwei der dynamischsten Volkswirtschaften ihrer jeweiligen Regionen.

Der Abschluss der Verhandlungen wurde in Bangkok bei einem Treffen zwischen Dr. Thani bin Ahmed Al Zeyoudi, Minister für Außenhandel, Anutin Charnvirakul, Premierminister des Königreichs Thailand, und Suphajee Suthumpun, stellvertretende Premierministerin und Handelsministerin des Königreichs Thailand, im Beisein von Obaid Saeed Al Dhaheri, Botschafter der VAE im Königreich Thailand, bekannt gegeben. Beide Seiten erörterten Möglichkeiten zur Stärkung der bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen und prüften Chancen für eine Ausweitung der Zusammenarbeit und eine Vertiefung der Partnerschaften zwischen den Wirtschaftsgemeinschaften beider Länder.

Al Zeyoudi sagte: „Der Abschluss der Verhandlungen über das CEPA zwischen den VAE und Thailand verkörpert unser gemeinsames Engagement, stärkere wirtschaftliche Brücken zwischen Südostasien und dem Nahen Osten zu bauen. Thailand ist eine der dynamischsten und am stärksten diversifizierten Volkswirtschaften der Region, und dieses Abkommen wird Unternehmen, Investoren und Unternehmern in beiden Ländern neue Wege eröffnen, um zu expandieren und Zugang zu wachstumsstarken Märkten zu erhalten.“

Er fügte hinzu: „Durch den Abbau von Handelshemmnissen, einen verbesserten Marktzugang und die Förderung von Investitionsströmen wird das CEPA unsere langfristigen wirtschaftlichen Ziele unterstützen und neue Chancen in einem breiten Spektrum strategischer Sektoren schaffen. Es wird zudem die Position der VAE als führendes globales Drehkreuz für Handel und Investitionen stärken, das Märkte in Asien, Afrika und Europa miteinander verbindet.“

Premierminister Charnvirakul betonte die Bedeutung des CEPA für die Anhebung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Thailand und den VAE auf eine neue Ebene und wies darauf hin, dass der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen das Engagement beider Länder widerspiegele, weiterhin zusammenzuarbeiten und die Kooperation zum gegenseitigen Nutzen auszubauen.

Er bekräftigte, dass das Abkommen neue Chancen für den Privatsektor und die Wirtschaftsgemeinschaften beider Länder schaffen, Partnerschaften und wechselseitige Investitionen stärken und das Wirtschaftswachstum fördern werde, während es zugleich die Wettbewerbsfähigkeit emiratischer und thailändischer Unternehmen auf den Märkten des jeweils anderen Landes und in der gesamten Region erhöhe.

Während des Besuchs führte Al Zeyoudi eine Reihe von Gesprächen mit führenden thailändischen Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Handel, Investitionen, Industrie und Dienstleistungen. Im Mittelpunkt standen die Stärkung von Partnerschaften und wechselseitigen Investitionen, die Nutzung der Chancen, die das CEPA schaffen wird, der Ausbau der Präsenz emiratischer und thailändischer Unternehmen auf den Märkten des jeweils anderen Landes, die Unterstützung der Entwicklung von Lieferketten, die Steigerung der Handels- und Investitionsströme sowie die Schaffung neuer Wachstumschancen für den Privatsektor.

Nach Unterzeichnung, Ratifizierung und Inkrafttreten soll das CEPA zwischen den VAE und Thailand die Handelsströme beschleunigen, neue Investitionsmöglichkeiten erschließen und die Zusammenarbeit des Privatsektors in Schwerpunktbereichen wie moderne Fertigung, Logistik, Ernährungssicherheit, digitaler Handel, erneuerbare Energien und Edelmetalle stärken.

Der Abschluss der Verhandlungen erfolgt vor dem Hintergrund einer starken Dynamik im bilateralen Handel. Der Nicht-Öl-Handel zwischen den VAE und Thailand erreichte 2025 einen Wert von 12,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 65,2 Prozent gegenüber 2024, und setzte seinen Aufwärtstrend im ersten Halbjahr 2026 fort: Er belief sich auf 10,2 Milliarden US-Dollar, 75,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum 2025.

Die Nicht-Öl-Exporte der VAE nach Thailand stiegen 2025 auf 4,5 Milliarden US-Dollar, angetrieben von einem starken Wachstum bei Gold, Aluminiumprodukten und anderen Industriegütern, während die Importe aus Thailand 7,2 Milliarden US-Dollar erreichten. Diese Zahlen spiegeln die zunehmende Verflechtung der beiden Volkswirtschaften und das Ausmaß der Chancen wider, die das Abkommen eröffnen kann.

In der nächsten Phase werden beide Seiten die rechtlichen und technischen Verfahren abschließen, die für die offizielle Unterzeichnung und das Inkrafttreten des Abkommens erforderlich sind. Von diesem wird erwartet, dass es ein stabileres und attraktiveres Geschäftsumfeld schafft und neue Chancen für Unternehmen und Verbraucher in beiden Ländern eröffnet.

Das CEPA-Programm ist eine zentrale Säule der Außenhandelsagenda der VAE, die darauf abzielt, den Nicht-Öl-Außenhandel bis 2031 auf 1,1 Billionen US-Dollar (4 Billionen AED) zu steigern.

Seit dem Start des Programms im September 2021 hat sich das Netz der Handelspartnerschaften der VAE über Asien, Afrika, Europa und Amerika ausgedehnt. Dies spiegelt das Bekenntnis des Landes zu offenem, regelbasiertem Handel als Motor für Wirtschaftswachstum und Diversifizierung sowie als Mittel zur Schaffung neuer Chancen für Unternehmen in wachstumsstarken Märkten weltweit wider.

(Quelle: WAM.ae)