SHARJAH, 7. Oktober 2026 (WAM) – Seine Hoheit Scheich Dr. Sultan bin Mohammed Al Qasimi, Mitglied des Obersten Rates und Herrscher von Sharjah, hat am Mittwochabend an der Eröffnung der 12. Ausgabe der Sharjah Calligraphy Biennale teilgenommen. Die von der Kulturbehörde (Department of Culture) organisierte Biennale findet auf dem Calligraphy Square im Viertel Heart of Sharjah statt und dauert bis zum 15. November.

Scheich Dr. Sultan überreichte den Gewinnern der Sharjah Calligraphy Biennale ihre Auszeichnungen. Der Große Preis ging an den irakischen Künstler Farhad Yassin für sein Werk „Sure Ar-Rahman“. Den Preis „Authentischer Stil“ erhielten Abdulbaqi Abu Bakr aus Malaysia für „Ahd Al-Muslih“ (Der Bund des Reformers), Ahmed Jalaluddin aus Indonesien für „Khutbat al-Wada'“ (Die Abschiedspredigt) und Mahfouz Dhannoun aus dem Irak für „Ayat al-Kursi und Qasidat al-Burda“.

Seine Hoheit ehrte zudem die Gewinner des Preises für moderne und zeitgenössische Kalligrafiekunst: Shaimaa Hito (Deutschland) für „Fann“ (Kunst), Namia Nizar (Indien) für „Tasurru al-Nazireen“ (Eine Freude für den Betrachter) und Hussain Abdulmohsen (Saudi-Arabien) für „Al-Harf al-Arabi wa al-Sadu“ (Der arabische Buchstabe und die Sadu-Webkunst). Der Sonderpreis der Jury ging an Mahmoud Al-Abadi, Kalligraf und Künstler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, für sein Werk „Khayrukum Khayrukum li-Ahlihi“ (Die Besten unter euch sind jene, die am besten zu ihren Familien sind).

Darüber hinaus würdigte Scheich Dr. Sultan drei herausragende Persönlichkeiten, die das Feld der arabischen Kalligrafie durch ihren künstlerischen Werdegang und ihre Beiträge zur Ästhetik der arabischen Schrift bereichert haben: den emiratischen Kalligrafen Ali Al Hammadi, den marokkanischen Wissenschaftler und Kalligrafie-Experten Belaid Hamidi sowie den ägyptischen Kalligrafen und bildenden Künstler Khalifa El-Shimy. Diese Ehrung unterstützt die Künstler, die diese Kunstform pflegen, und trägt zum Erhalt ihres ästhetischen und kulturellen Erbes bei.

Bei der Eröffnungsveranstaltung erklärte Mohammed Ibrahim Al Qasir, Direktor der Sharjah Calligraphy Biennale, die Biennale sei vor zwanzig Jahren auf Anweisung des Herrschers von Sharjah gegründet worden. Dies spiegle die Sichtweise Seiner Hoheit wider, wonach die arabische Kalligrafie ein wesentlicher Bestandteil der arabischen Kultur sei. Al Qasir betonte, die Biennale, die nun in ihrer zwölften Ausgabe stattfindet, sei zu einem wichtigen Bezugspunkt für die arabische Kalligrafie geworden, unterstütze die Vertreter dieser Kunst und wirke als Katalysator, um neue Möglichkeiten dieser Kunstform im heutigen künstlerischen Umfeld zu erkunden.

Al Qasir führte aus, dass sich die Biennale seit mehr als zwanzig Jahren dafür einsetze, der arabischen Kalligrafie ihren Rang zurückzugeben, ihre Sichtbarkeit und Weiterentwicklung zu fördern und ihren Austausch mit anderen Kunstformen zu stärken. Dies geschehe durch die Schaffung dynamischer kreativer Räume, die die ästhetischen Qualitäten und künstlerischen Möglichkeiten der arabischen Schrift zur Geltung bringen. Er stellte die Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe vor, die 90 Veranstaltungen – darunter Ausstellungen, Kunstworkshops, Vorträge und Seminare – umfasst und 681 Kunstwerke und kalligrafische Arbeiten von 272 Künstlern und Kalligrafen aus aller Welt zeigt.

Der Direktor wies zudem darauf hin, dass diese Ausgabe drei herausragende Kreative ehrt, deren Beiträge die arabische Kalligrafie bereichert und ihren kulturellen und künstlerischen Stellenwert gestärkt haben. Er unterstrich, dass die Biennale die Position Sharjahs als internationales Ziel für Kultur, Kunst und Schönheit sowie seine Rolle als Zentrum für kreative Talente und Künstler aus aller Welt festige.

Der Herrscher von Sharjah besichtigte die beteiligten Ausstellungen, die den kreativen Werdegang von 145 Künstlern aus aller Welt würdigen. Die Kunstveranstaltung vereint eine Vielfalt von Sichtweisen und Stilen, die sich um die Ästhetik der arabischen Kalligrafie und ihr großes Ausdruckspotenzial drehen. Seine Hoheit ließ sich die Werke erläutern, die verschiedene Kunstrichtungen umfassen und sich von der arabischen Schrift inspirieren lassen – als visuelles und kulturelles Element, das sich von bloßer Schrift in bildende Kunst und vom geschriebenen Wort in ein Bild verwandeln kann.

Seine Hoheit betrachtete die Vielfalt der Werke und die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Kalligrafie – von Bemühungen um den Erhalt ihres ästhetischen Erbes bis hin zu Arbeiten, die sie in einer neuen künstlerischen Sprache präsentieren. Beim Rundgang durch die Ausstellung können die Besucher den Reichtum der gezeigten Werke erleben und die anhaltende Präsenz der arabischen Kalligrafie in der globalen bildenden Kunst entdecken.

Seine Hoheit besuchte außerdem die Ausstellung „Meine Familie, mein Paradies“, die von der Emirates Society for Arabic Calligraphy and Islamic Ornamentation ausgerichtet wird. Die Ausstellung hebt die Bedeutung der Familie und ihre wesentliche Rolle beim Aufbau einer geeinten Gesellschaft sowie bei der Stärkung der nationalen Identität und echter Werte hervor, die auf den islamischen Grundsätzen der Liebe, Zuneigung, Barmherzigkeit und Solidarität beruhen. Seine Hoheit besichtigte bedeutende Werke von 11 emiratischen Künstlern, die von Koranversen, Hadithen des Propheten, Poesie und Aphorismen inspiriert sind. Die Künstler brachten die Wärme und Authentizität der Familie sowie ihre Funktion bei der Vermittlung von Werten und deren Weitergabe von Generation zu Generation zum Ausdruck.

Begleitet wurde Seine Hoheit von Abdullah Mohammed Al Owais, Vorsitzender der Kulturbehörde; Ali Salem Al Midfa, Vorsitzender der Flughafenbehörde Sharjah; Ali Ahmed Abu Ghazin, Vorsitzender der Fischereibehörde Sharjah; Sultan Mohammed Bin Huwaiden, Vorsitzender der Behörde für Kommunalangelegenheiten; Dr. Eisa Saif Bin Handhal, Vorsitzender der Behörde für Islamische Angelegenheiten; Dr. Ali Ibrahim Al Marri, Vorsitzender des Dr. Sultan Al Qasimi Centre; Mohammed Obaid Al Zaabi, Vorsitzender der Protokoll- und Gastfreundschaftsbehörde Sharjah; sowie zahlreichen hochrangigen Beamten, Intellektuellen, Künstlern und Kalligrafie-Liebhabern.

(Quelle: WAM.ae)