DUBAI, 2. September 2026 (WAM) -- Die Staaten des Golf-Kooperationsrats (GCC) haben sich zum weltweiten Vorreiter bei der Nutzung künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz entwickelt: 93 Prozent der operativen Mitarbeitenden und 95 Prozent der Managerinnen, Manager und Führungskräfte nutzen KI mindestens mehrmals pro Woche, wie aus dem vierten jährlichen Bericht "AI at Work" der Boston Consulting Group (BCG) mit dem Titel "Strategy Matters More than Tools" hervorgeht. Die von BCG X durchgeführte Studie, die Daten aus den VAE, Saudi-Arabien, Kuwait und Katar umfasst, unterstreicht die rasche Aneignung von KI-Technologien in der Region und verweist zugleich auf die organisatorischen Veränderungen, die nötig sind, um diese Verbreitung in dauerhaften geschäftlichen Wert zu übersetzen. Dem Bericht zufolge erzielt die Erwerbsbevölkerung in den GCC-Staaten erhebliche Produktivitätsgewinne: 58 Prozent der operativen Mitarbeitenden und 67 Prozent der Führungskräfte sparen durch KI-Werkzeuge mindestens acht Stunden pro Woche. Damit rückt die Region gemeinsam mit Indien an die Spitze bei der Integration von KI und übertrifft den globalen Durchschnitt von 74 Prozent unter operativen Beschäftigten. Die Untersuchung zeigt, dass die KI-Nutzung im gesamten GCC-Raum das Wesen der Arbeit selbst verändert. So sind 85 Prozent der operativen Mitarbeitenden und 92 Prozent der Führungskräfte überzeugt, dass KI die in ihren Rollen erwarteten Kompetenzen grundlegend verändert hat. Die Einbindung von KI in die täglichen Arbeitsabläufe scheint zudem die Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu steigern. Unter den Befragten in den GCC-Staaten berichten 69 Prozent der operativen Mitarbeitenden und 77 Prozent der Führungskräfte, seit der Einführung von KI-Technologien mehr Freude an der Arbeit zu empfinden. "Die außergewöhnlich hohen KI-Nutzungsraten im GCC spiegeln eine Erwerbsbevölkerung wider, die die Experimentierphase entschlossen hinter sich gelassen und den Schritt zur echten Integration vollzogen hat", sagte Robert Xu, Managing Director und Partner bei BCG X. "Was die leistungsstärksten Organisationen in dieser Region auszeichnet, ist nicht allein der Einsatz von KI-Werkzeugen, sondern ihre tiefgreifende Investition in ihre Mitarbeitenden." Im Vergleich zu anderen Organisationen ihrer Vergleichsgruppe verfügen die bei KI führenden GCC-Unternehmen über Führungskräfte, die sich persönlich für den Aufbau der KI-Kompetenz ihrer Teams engagieren – mit spürbaren Produktivitätsgewinnen, die den technologischen Vorsprung in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln. GCC-weit gehen 60 Prozent der operativen Mitarbeitenden und 66 Prozent der Führungskräfte davon aus, dass KI-Agenten in den kommenden drei Jahren mindestens die Hälfte ihrer derzeitigen Aufgaben übernehmen könnten. Trotz der Begeisterung für KI bleiben die Sorgen um den Arbeitsplatz in der Region vergleichsweise gering. Nur 28 Prozent der operativen Mitarbeitenden und 29 Prozent der Führungskräfte äußern die Befürchtung, ihre Stelle an KI zu verlieren – ein Hinweis darauf, dass die Technologie eher als konstruktiv denn als Bedrohung wahrgenommen wird. Der Bericht betont, dass geeignete Kernbetriebsmodelle und Governance-Strukturen unabdingbar sind, um individuelle Produktivitätsgewinne durch KI in unternehmensweiten Nutzen zu überführen.
(Quelle: WAM.ae)
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