DUBAI, 8. Oktober 2026 (WAM) – Die Bundesbehörde für Rettungsdienst und Zivilschutz hat ein Fachforum veranstaltet, an dem Ahmed bin Ali Al Sayegh, Minister für Gesundheit und Prävention und Vorsitzender der Bundesbehörde für Rettungsdienst und Zivilschutz, sowie Führungskräfte, Experten und Fachleute aus den VAE und dem Ausland teilnahmen.
Auf dem Forum wurde das Global Fire Incident Footprint Framework vorgestellt, das unter Mitwirkung und in Diskussionen mit mehr als 70 internationalen Führungskräften und Experten entwickelt wurde.
Das Rahmenwerk bietet eine integrierte Methodik zur Messung der direkten und indirekten Auswirkungen von Bränden. Es geht über herkömmliche Indikatoren wie Reaktionszeiten und Eindämmung von Vorfällen hinaus und bewertet die weiterreichenden Folgen für Menschen, Umwelt, Wirtschaft, kritische Systeme und das Vertrauen der Öffentlichkeit. Damit unterstützt es die Entwicklung wirksamerer Strategien für Prävention, Einsatz und Wiederherstellung.
Ein besser vorbereitetes und vorausschauendes nationales System
Ahmed bin Ali Al Sayegh bekräftigte, dass die VAE ihr integriertes nationales Rettungs- und Zivilschutzsystem weiter ausbauen. Dieses beruhe auf Einsatzbereitschaft und vorausschauendem Handeln, Investitionen in menschliche Fähigkeiten und fortschrittliche Technologien sowie der Übernahme weltweit führender Expertise und Praktiken.
Al Sayegh sagte: „Die Weiterentwicklung von Notfallsystemen beschränkt sich nicht mehr darauf, schnell auf Vorfälle zu reagieren und sie unter Kontrolle zu bringen. Sie erfordert ein umfassendes Verständnis ihrer Auswirkungen und Folgen für Menschen, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt sowie den Aufbau vorausschauender Fähigkeiten, die dazu beitragen, Risiken zu mindern und die Kontinuität kritischer Sektoren zu stärken.“
Ein globaler Rahmen zur Messung der Auswirkungen von Bränden
Das Global Fire Incident Footprint Framework beruht auf vier zentralen Dimensionen: dem wirtschaftlichen Fußabdruck, dem menschlichen und ökologischen Fußabdruck, dem Fußabdruck für kritische Systeme sowie dem Fußabdruck für Vertrauen und globales Ansehen.
Zusammen bilden diese Dimensionen eine umfassende Methodik, um die direkten und indirekten Folgen von Bränden zu erfassen und ihre Auswirkungen auf Einzelpersonen, Gemeinschaften, Wirtschaftszweige und grundlegende Dienstleistungen zu messen.
Ziel des Rahmenwerks ist es, die Messung von Brandfolgen weiterzuentwickeln – weg von herkömmlichen operativen Kennzahlen wie der Reaktionszeit und der Dauer bis zur Kontrolle eines Vorfalls, hin zu einer umfassenden Bewertung langfristiger Folgen.
Dazu zählen wirtschaftliche Verluste, gesundheitliche und ökologische Auswirkungen, die Folgen von Vorfällen für die Geschäftskontinuität und kritische Dienstleistungen, das Vertrauen der Öffentlichkeit sowie das globale Ansehen von Städten und Ländern.
Führungskräfteentwicklung und Einsatz von KI
Auf dem Forum wurde zudem das „997 Leadership Programme“ gestartet, das die Führungskompetenzen im gesamten Rettungs- und Zivilschutzsystem stärken soll.
Zu den Ergebnissen des Forums gehörte außerdem die Ernennung von KI-Botschaftern in verschiedenen Einrichtungen und Einheiten, um einen verantwortungsvollen und wirksamen Einsatz von Anwendungen künstlicher Intelligenz zu fördern.
Im Rahmen der Bemühungen um eine Stärkung akademischer und internationaler Partnerschaften wurde auf dem Forum eine Kooperationsvereinbarung mit der Georgetown University unterzeichnet.
Die Vereinbarung fördert die Zusammenarbeit in den Bereichen Führungskräfteentwicklung, Krisenmanagement, wissenschaftliche Forschung und Kapazitätsaufbau und nutzt akademische Expertise und Wissen, um Notfallsysteme weiterzuentwickeln und ihre Einsatzbereitschaft zu erhöhen.
(Quelle: WAM.ae)
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