DUBAI, 2. Oktober 2026 (WAM) – Anlässlich des Cybersicherheitsmonats hat Microsoft seinen Digital Defense Report 2026 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, wie künstliche Intelligenz, identitätsbasierte Angriffe und zunehmend vernetzte digitale Ökosysteme die globale Cybersicherheitslandschaft verändern.
Gestützt auf Microsofts Einblick in das globale digitale Ökosystem und mehr als 165 Billionen Sicherheitssignale pro Tag identifiziert der Bericht drei Entwicklungen, die die Cybersicherheit im Jahr 2026 prägen: KI beschleunigt sowohl Angriffe als auch Abwehr; Identitäten bleiben der wichtigste Zugangsweg für Angreifer in Organisationen; und Cybervorfälle haben zunehmend Folgen, die über das ursprüngliche Opfer hinausgehen.
Die Ergebnisse sind für die Vereinigten Arabischen Emirate von besonderer Bedeutung, da das Land den Einsatz von KI in Verwaltung und Wirtschaft weiter ausbaut. Laut Microsoft-Daten lagen die VAE im ersten Halbjahr 2026 weltweit auf Platz sechs der Länder, in denen Kunden am häufigsten von Cyberaktivitäten betroffen waren, und in der Region Naher Osten und Afrika auf Platz zwei.
Die Daten bestätigen einen umfassenderen Wandel in der Cybersicherheitslandschaft der VAE: Je tiefer KI in staatliche Dienstleistungen, Unternehmensabläufe und kritische Systeme eingebettet wird, desto mehr muss sich auch die Cyberresilienz weiterentwickeln.
Dieser Wandel prägt bereits die Zusammenarbeit von Microsoft mit nationalen Partnern. Microsoft, der Cybersicherheitsrat der VAE und Core42 kündigten an, MDASH, Microsofts KI-gestützte Cybersicherheitslösung, in Regierungsbehörden der VAE einzuführen. Die Kooperation soll Sicherheitsteams helfen, Schwachstellen zu erkennen, Risiken zu priorisieren und schneller sowie in größerem Umfang auf neue Bedrohungen zu reagieren – unter Einhaltung der Anforderungen an souveräne Sicherheit, Datenschutz und betriebliche Resilienz.
Yazan Khasawneh, Director of Cyber Security bei Microsoft VAE, erklärte: „Die VAE treten in eine Phase ein, in der KI Teil des Betriebsmodells von Staat und Wirtschaft wird. Cybersicherheit kann daher nicht als separate Ebene behandelt werden, die erst nach der Transformation hinzugefügt wird. Sie muss von Anfang an in die Art und Weise integriert werden, wie Organisationen KI einführen, Identitäten verwalten, Daten schützen und die Kontinuität sichern. Der aktuelle Digital Defense Report zeigt, warum das wichtig ist: Bedrohungen entwickeln sich schneller und sind stärker miteinander verknüpft. Unser Ziel ist es, Organisationen beim Aufbau der Sicherheit und Resilienz zu unterstützen, die sie brauchen, um mit Zuversicht zu innovieren.“
Laut dem Digital Defense Report 2026 verändert KI die Dynamik auf beiden Seiten der Cybersicherheit. Angreifer nutzen KI, um schneller und in größerem Umfang vorzugehen, während Verteidiger KI zunehmend einsetzen, um Bedrohungen schneller zu erkennen, zu untersuchen und abzuwehren. Zugleich entstehen durch die Ausweitung von KI-Systemen neue Daten, Identitäten und Zugangspunkte, die Organisationen absichern müssen.
Trotz der zunehmenden Raffinesse der Angriffe bleibt die Identität dem Bericht zufolge eine der wichtigsten Verteidigungslinien. Angreifer nutzen weiterhin Konten, Zugangsdaten und Menschen, um sich Zugang zu verschaffen. Eine stärkere Authentifizierung und der Schutz besonders wertvoller Identitäten sind daher für Organisationen vorrangig.
Der Bericht hebt zudem die zunehmende Vernetzung von Cyberrisiken hervor. Eine kompromittierte Identität, ein Lieferant, eine Plattform oder ein Dienstleister kann Folgen über Organisationen, Branchen und Grenzen hinweg haben. Dies unterstreicht die Bedeutung koordinierter Bedrohungsaufklärung, öffentlich-privater Zusammenarbeit und betrieblicher Resilienz.
Der Bericht empfiehlt Organisationen, sich auf drei Prioritäten zu konzentrieren: Identitäten schützen, schneller reagieren und Resilienz aufbauen. Dazu gehören eine stärkere Authentifizierung, eine geringere Abhängigkeit von Passwörtern, schnellere Erkennung und Reaktion, regelmäßige Übungen von Notfallplänen sowie die Gestaltung von Systemen, damit kritische Abläufe auch bei Störungen weiterlaufen können.
(Quelle: WAM.ae)
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