JAKARTA, 29. August 2026 (WAM) – Indonesien strebt eine Stärkung seiner Halal-Wertschöpfungsketten an, um den Beitrag der Halal-Industrie zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erhöhen. Das erklärte Ahmad Haikal Hasan, Leiter der Behörde für die Halal-Produktzertifizierung (BPJPH).

Haikal zufolge waren im dritten Quartal 2025 rund 27 Prozent des indonesischen BIP mit Aktivitäten in Halal-Wertschöpfungsketten verbunden, was deren Bedeutung für die Volkswirtschaft unterstreiche. „Das zeigt, dass Halal nicht nur eine Frage der Zertifizierung ist, sondern auch einen erheblichen Beitrag zur nationalen Wirtschaft leistet“, sagte er in einer Erklärung, die die indonesische Nachrichtenagentur ANTARA verbreitete.

Die Halal-Industrie dürfe nicht länger vorrangig als Zertifizierungsthema oder als Angelegenheit muslimischer Verbraucher betrachtet werden, sondern als Teil einer Wirtschaftstätigkeit, die Produktion, Handel und Investitionen umfasse. „Halal sollte nicht nur als Lebensmittel und Getränke verstanden werden. Das ist nur ein kleiner Teil. Es gibt noch viele Halal-Chancen und -Potenziale, die entwickelt werden können“, sagte Haikal.

Die Stärkung der Halal-Industrie müsse über eine höhere Zahl zertifizierter Produkte hinausgehen und Produktionskapazitäten, Handel, Investitionen, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte einschließen.

Die weltweit wachsende Nachfrage nach halal-konformen Produkten und Dienstleistungen biete Indonesien mit seinem großen Binnenmarkt, seinen vielfältigen Ressourcen und einer steigenden Zahl von Unternehmen eine Chance. „Indonesien darf nicht nur ein Markt sein. Wir müssen Produzenten werden. Wir müssen unser Potenzial nutzen, um Industrien aufzubauen, Arbeitsplätze zu schaffen, den Handel auszuweiten und Wirtschaftswachstum zu erzeugen“, sagte er.

(Quelle: WAM.ae)