SHARJAH, 31. August 2026 (WAM) -- Die 13. Ausgabe des Al-Maleh- und Fischereifestivals ist gestern, am Sonntag, auf der Insel Al Hisn in Dibba Al Hisn zu Ende gegangen. Das viertägige Programm war dem maritimen Erbe der VAE und den traditionellen Fischereiberufen gewidmet.
Das Festival, das die Industrie- und Handelskammer Sharjah (SCCI) gemeinsam mit der Stadtverwaltung von Dibba Al Hisn vom 27. bis 30. August ausrichtete, zog Tausende Besucher an und verzeichnete damit einen Zuwachs von 30 Prozent gegenüber der vorjährigen Ausgabe. Die erzielten Umsätze und finanziellen Erlöse überstiegen 1,4 Millionen AED und festigten die Stellung der Veranstaltung als eines der bedeutendsten Wirtschafts-, Kultur- und Tourismusereignisse Sharjahs.
An der diesjährigen Ausgabe nahmen mehr als 80 Aussteller teil, darunter rund 20 staatliche und private Einrichtungen aus dem maritimen Sektor und dem Kulturerbebereich, über 50 produktive Familien und Heimbetriebe sowie zehn Unternehmen, die Fischereiausrüstung, Schiffsmotoren und Boote anbieten.
Das 13. Al-Maleh- und Fischereifestival verzeichnete hochrangige offizielle Teilnahme und großen Besucherzuspruch. Die Gäste konnten sich unmittelbar über das jahrhundertealte Al-Maleh-Gewerbe (Fischsalzung) sowie über die traditionellen Handwerke und Berufe rund um das Meer informieren.
Die Besucher verfolgten Vorführungen des Bootsbaus, der Segel- und Netzherstellung sowie weiterer seemännischer Berufe, die von einheimischen Fischern und Handwerkern präsentiert wurden. Gezeigt wurde zudem eine Reihe maritimer Handwerksarbeiten, die das Leben und die Erwerbsgrundlagen der Küstengemeinden der VAE veranschaulichten und jüngeren Generationen einen tieferen Einblick in jene traditionellen Berufe boten, die das maritime Erbe des Landes maßgeblich geprägt haben.
Mohammad Ahmed Amin Al Awadi, Generaldirektor der SCCI, erklärte, die wachsende Dynamik der aufeinanderfolgenden Ausgaben des Al-Maleh- und Fischereifestivals spiegele einen bedeutenden Wandel der Wirtschaftsstruktur wider, der von der auf dem kulturellen Erbe aufbauenden Entwicklung in der Ostregion Sharjahs getragen werde.
Er verwies auf die laufenden Bemühungen, traditionelle maritime Berufe in einen produktiven Wirtschaftszweig zu überführen, indem traditionelles Handwerk mit moderner Fertigung, breiten Vertriebswegen und fortschrittlichen Marketingnetzwerken verbunden werde.
„Die Kammer von Sharjah wird das Festival weiter als integrierte Plattform und Inkubator für Unternehmertum in der nationalen Lebensmittelindustrie ausbauen und damit die Position Sharjahs als führendes Zentrum für nachhaltiges Wachstum weiter stärken“, fügte Al Awadi hinzu.
Talib Abdullah Al Yahyai, Direktor der Stadtverwaltung von Dibba Al Hisn, sagte, das Al-Maleh- und Fischereifestival habe sich zu einer integrierten Plattform entwickelt, die kulturelles Erbe, wirtschaftliche Entwicklung, Tourismus, Stärkung der Gemeinschaft und ökologische Nachhaltigkeit miteinander verbinde.
Er hob die Rolle des Festivals hervor, produktiven Familien und Beschäftigten maritimer Berufe konkrete Absatzmöglichkeiten für die Präsentation und Vermarktung ihrer Produkte zu eröffnen und zugleich neue Partnerschaften mit der Privatwirtschaft anzubahnen, die das Wachstum ihrer Betriebe unterstützen und deren langfristige Nachhaltigkeit stärken können.
Auf dem Hauptmarkt für Al Maleh präsentierten die Aussteller traditionell gesalzenen und getrockneten Fisch, darunter Al Qabab, Al Jara, Al Youbal, Al Sahnah, Al Awal, Al Jashah, Al Kana, Al Sadr sowie Seepferdchen. Die gezeigten überlieferten Konservierungsverfahren verdeutlichten das über Generationen weitergegebene Wissen und handwerkliche Können bei der Verarbeitung, Salzung und Trocknung von Fisch.
Darüber hinaus umfasste das Festival einen Markt, auf dem produktive Familien ihre handgefertigten Erzeugnisse anboten, einen Markt für lokale Agrarprodukte sowie einen Bereich für traditionelle Speisen. Ergänzt wurden diese durch Fachpavillons mit modernen maritimen Technologien, darunter neueste Navigationssysteme, Schiffsmotoren und fortschrittliche Fischereiausrüstung, die den Standards zum Schutz der Meeresumwelt entspricht.
Die diesjährige Ausgabe bot zudem ein umfangreiches Bildungsprogramm mit einer Reihe von Workshops, für die sich Besucher über eine eigens eingerichtete Online-Plattform anmelden konnten.
Im Bereich Kulturerbe standen der Workshop „Jahal“ zur traditionellen maritimen Töpferei, der Workshop „Al Samaj Bag“, der die Teilnehmer mit traditionellen seemännischen Gerätschaften und Techniken der Fischsalzung vertraut machte, sowie der Workshop „Precious Pearl“ zur Geschichte der Perlentaucherei auf dem Programm. Ergänzt wurde dies durch Live-Vorführungen der Netzherstellung, des Segelwebens und des traditionellen Bootsbaus.
Die vom kulturellen Erbe inspirierten Workshops und Wettbewerbe fanden großen Zuspruch bei Familien und Kindern. Zu den Aktivitäten zählten „Valuable Fishing“, „Fish Tank“, „Bag Printing“, „Talli Keychain Making“, „Doll Tank“ und „Happy Family Marina“.
Abgerundet wurde das Programm durch Informationsveranstaltungen zu nachhaltiger Fischerei und zum Schutz der Fischbestände sowie durch folkloristische Darbietungen, die authentische Seemannsgesänge wiederaufleben ließen.
(Quelle: WAM.ae)
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