BRÜSSEL, 9. Oktober 2026 (WAM) – Die Europäische Union und China haben am Freitag eine Vereinbarung erzielt, die Chinas boomende Exporte von Hybridfahrzeugen eindämmen soll, und damit einen Durchbruch in den Verhandlungen über eine Neuausrichtung ihrer Handelsbeziehungen erreicht.

Die Ankündigung erfolgte zum Abschluss zweitägiger Gespräche von Handelskommissar Maroš Šefčovič in Peking. Sie bildeten den Höhepunkt einer im Juni gestarteten Initiative, mit der das Handelsdefizit der Union gegenüber China von täglich 1 Milliarde Euro verringert werden soll.

„Wir haben ein gemeinsames Verständnis darüber erzielt, Chinas Exporte von Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeugen in die Europäische Union zu mäßigen. Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Exporte um mehr als die Hälfte zu senken“, sagte Šefčovič vor Journalisten.

Šefčovič zufolge hat Peking zudem zugestimmt, die Zölle auf europäische Waren im Wert von 4 Milliarden Euro – von Olivenöl bis zu Schuhen – zu senken, was den Exporteuren Einsparungen von 225 Millionen Euro bringen würde.

„Es ist ein entscheidender erster Schritt“, sagte er. „Aber eben nur ein erster Schritt im Prozess der Neuausrichtung.“

Das Handelsdefizit der EU gegenüber China belief sich 2025 auf fast 360 Milliarden Euro und ist in diesem Jahr bereits um 12 Prozent gestiegen. Chinas Automobilexporte in die EU, die im vergangenen Jahr 15,1 Milliarden Euro betrugen, machen davon nur einen Bruchteil aus.

Beide Seiten planen, im März 2027 erneut zusammenzukommen.

(Quelle: WAM.ae)